Ökumenische Bundesgemeinschaft 
"Umkehr zum Herrn"

UzH Wien - Verein zur Erneuerung des christlichen Lebens


                               
  
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Valentinsaktion 2010

100.000 Liebesbriefe „geschrieben vom lieben Gott“, wurden im Jahr 2009 am Valentinstag in der ganzen Diözese Wien verteilt. Es hätten weit mehr sein können …

Hunderte Menschen sind wieder der Einladung des Briefes gefolgt und haben sich auf eine Begegnung mit Gott in der Kirche eingelassen. Auch im kommenden Februar findet die Valentins-Aktion wieder statt. 

Selten war ein missionarischer Einsatz so einfach. An vielen Orten sind wir Menschen „face to face“ begegnet und durften Ihnen diesen Brief überreichen. Es ist bereits der 5. Brief, den Gott „schreiben“ wird. Diese Aktion, weit über unsere Diözesangrenzen hinaus, ist ein möglicher missionarischer Vorschlag für eine Pfarre, kategoriale Einrichtung, Orden, Gemeinschaft und Bewegung sich am Prozess „APG 2010“ in der Erzdiözese Wien zu beteiligen. Im kommenden Jahr wird der 14. Februar ein Sonntag sein – an vielen Orten eine besondere Herausforderung. Aber wir vertrauen auf Ihre Kreativität und Ihren Ideen-Reichtum. Vielleicht werden die Briefe ja schon am Tag zuvor, mit einer Einladung zu einem „Rendezvous mit Gott“ am Sonntag, verteilt…  

Mit dem beiliegenden Konzeptentwurf wollen wir Sie wieder über die geplante Aktion informieren und vielleicht Lust daran wecken sich zu beteiligen.

Konzept: Mission zum Valentinstag 2010

Info und Kontakt: Pastoralamt; r.shebaro@edw.or.at; 01-51552-3363

 

Evangelisation - Hilfe für Bedürftige - Waisenkinder



Bericht vom Bosnieneinsatz
Sommer 2009

"Bevor wir uns auf den Weg nach Bosnien machten, verbrachten wir gemeinsam eine 4-tägige Vorbereitungszeit, in der wir einiges über die Geschichte Bosniens erfuhren, einen Tanz und eine Pantomime einstudierten und Freizeit zusammen verbrachten. Trotz dieser wirklich intensiven Zeit, kam ich mir plötzlich ziemlich unvorbereitet vor, als wir im Auto saßen. Aber es ist wirklich ein tolles Erlebnis, mit Gott in eine Zeit zu gehen, von der man nicht weiß, was einen erwarten wird… "

Was Anja und die 20 anderen Jugendlichen, die sich im August auf den Weg nach Bosnien gemacht hatten, während diesem Einsatz erlebt haben, lesen Sie im neuesten
Rundbrief des Vereins "Brücken der Neuen Hoffnung"

 

Europäisches Gemeinschaftsnetzwerk ENC

 Bei der Mitgliederversammlung der UzH am 13. Oktober fiel der Beschluss des Beitritts unserer Gemeinschaft zum europäischen Verbund "European Network of Communities". Seit 3 Jahren befinden sich etwa 40 Kommunitäten aus dem mittel- und osteuropäischen Raum in einer provisorischen Mitgliedschaft. In dieser Zeit nahm das Europäische Gemeinschaftsnetzwerk konkretere Formen und Strukturen an. Bis zum Ende dieses Jahres sind die beteiligten Gemeinschaften aufgefordert, über eine permanente Mitgliedschaft bei ENC zu entscheiden. Die UzH-Mitglieder sprachen sich ohne Gegenstimmen dafür aus. Mehrfach bestand in den letzten Jahren und Monaten die Gelegenheit, Geschwister und Leiter aus anderen ENC-Gemeinschaften kennenzulernen.


Polnische ENC-Gemeinschaften bei der
"Umkehr zum Herrn"

Swierklaniec ist ein kleiner Ort in Oberschlesien, Südpolen, in dem sich seit einigen Jahren eine Gruppe von Christen trifft, die gemeinsam Jüngerschaft leben und das Evangelium verkünden. Mitglieder dieser jungen Gemeinschaft, sowie die Mitarbeiter von weiteren Gruppen, die sich dem "European Network of Communities" (ENC) angeschlossen haben, waren Gäste beim UzH-Gemeinschaftstag am 21. September. Es war ein Gegenbesuch, denn ein Team der UzH unter Leitung von Gavin Farley untersützt diese Gruppen seit 2 Jahren im Gemeinschaftsbau.

Gemeinsam mit anderen Gemeinschaften finden in Swierklaniec Sommerexerzitien für Katholiken statt und in Verbindung mit der evangelikalen Christen wird die europaweite Großveranstaltung Pro Christ unterstützt, während der auch in Krakau Evangelisationen abgehalten werden. Besonders möchte man aber in jenen Orten der Diözese evangelisieren und Seminare veranstalten, in denen es noch keine Gemeinschaften gibt.

    

Auch Vertreter von "Licht und Leben" berichteten über die Arbeit, die auch als "Oase-Bewegung" bekannt wurde, und in den 70er und 80er Jahren in Polen eine besondere Bedeutung gewann. Sie erreichte über die Jahrzehnte etwa 1 Million Menschen und nahm einen nicht unerheblichen Einfluss auf die damalige Solidarnoc-Bewegung, die letztlich das Ende des Kommunismus in Polen herbeiführte. Heute gehören etwa 80.000 Menschen der "Oase-Bewegung" an, die eine besondere Betonung auf Familie hat. Als besonders wichtig wird gelebte christliche Gemeinschaft gesehen, ohne die in der zunehmend säkularen Gesellschaft das Leben in der Nachfolge Jesus nur schwer möglich ist. Diese Glaubensfundamente werden auch Menschen in anderen Ländern vermittelt, so z.B. in Moldawien. Die Zielgruppe Studenten wird durch ein "Alpha-Team" unterstützt.

 


Eine neue Partnerschaftsinitiative


Die neue Initiative "treue.liebe." - für starke Partnerschaften
will Paare jeden Alters dabei unterstützen, gesunde und starke Ehen zu leben. Dazu sind Aktionen geplant, es gibt Bücher, Seminare, TV-Sendungen und weitere Angebote, die Paare in Anspruch nehmen können. treue.liebe. wird von der Zeitschrift family und vielen Partnern getragen und gestaltet.

Nähere Infos und eine Liste der Partner finden Sie auf
www.treue-liebe.net

Die Logos der Partner der Initiative "treue.liebe"

 

Sail with the Spirit - Swim with the Dolphins

Für viele der Erwachsenen und Jugendlichen in der UzH steht der Sommer ganz im Zeichen der Sportwochen. So auch in diesem Jahr. "Saalfelden" ist in diesem Zusammnhang  bereits zu einem regelrechten Markenbegiff geworden, "Athletes in Action" boten auch im Sommer 2008 wieder teils evangelistische, teils gemeinschaftsbetonte, in jedem Fall aber spannende und erlebnisreiche Wochen an. Die Begegnung miteinander und die gemeinsame Begegnung mit Jesus bleibt für die Teilnehmer und Mitarbeiter eine bleibende Erinnerung.

Der Abschluss der Sportwochen 2008 war ein Segeltörn in der letzten Ferienwoche in Kroatien. "Sail with the Spirit" war das Motto, denn neben gutem Wind wünschte man sich besonders auch ein "Wehen des Geistes". An den Abenden kam die Besatzung der beiden Boote zusammen um Gemeinschaft zu haben und über "Gott und die Welt" zu plaudern. Interessante Gespräche wurden geführt, waren die Teilnehmer doch eine bunte Mischung aus unterschiedlicher Glaubenserfahrung und einem breiten Alters- und Erfahrungsspektrum.

    

    

Zu dem touristischen Höhepunkt wurde die Begegnung mit einer Gruppe von Delphinen, die die beiden Boote für eine Zeit begleiteten. Überrascht war sogar Wolfgang Mayrhofer, der Leiter dieser Sportwoche, der schon häufig in diesem Segelrevier unterwegs war. Eine solch nahe Begegnung mit Delphinen hatte er in diesem Gebiet aber noch nie erlebt.

    

 

20 Jahre HELP - FCJG Wien

Am 20. September feierte die Drogenrehabilitationsarbeit von "HELP International - FCJG Wien" mit einem zünftigen Fest und einem Dankgottesdienst ihr 20-jähriges Bestehen. In Wien entstand seinerzeit die erste Zweigarbeit von HELP - FCJG in Lüdenscheid, Deutschland. Seit 20 Jahren sind nun die Mitarbeiter dieses überkonfessionellen Werkesbeschäftigt, im Wiener Dorgenmilieu zu evangelisieren und Menschen, die mit Jesu Hilfe auf den Weg zu einem Ausstieg aus der Sucht gehen wollen, in einer therapeutischen Wohngemeinschaft zu begleiten. Heute ist HELP International in wirklich weltweiter Dienst mit Zweigarbeiten in den Philippinen, der Mongolei, in Thailand, den USA und Sibirien. 

     

"Gemeinsam Verantwortung übernehmen"

Schon seit der Gründung der Arbeit der FCJG Wien bestanden enge Kontakte mit der UzH und vielen weiteren Gruppen und Gemeinden in Wien. Gerd und Beate Wohlfromm (Foto rechts oben), das Leiterehepaar der ersten Stunde der FCJG Wien, waren z.B. im "Kreis zur Einheit" aktiv, und halfen mit, neben ihren eigenen sozialen und evangelistischen Diensten auch einen Grundstein für die Einheitsarbeit in Wien zu legen. Johannes Fichtenbauer hob in seinem Grußwort bei der 20-Jahr-Feier besonders hervor, dass die FCJG von Anfang an nicht nur Einheit suchte, sondern auch den Leib Christi einlud, mit Verantwortung zu übernehnehmen. Heute ist es fast selbstverständlich, dass christliche soziale Dienste auf einer breiten ökumenischen Ebene arbeiten. So wird der vor einem Jahr gegründete missionarische Sozialdienst "Herzwerk" von Personen aus mehr als zehn Gemeinden und Gruppen getragen. Auch das ist eine Frucht der langjährigen Einheitsarbeit, an der auch die FCJG einen wichtigen Anteil hatte.

      

Ein "unbezahlbarer Dienst"

Was ist die Erfahrung von Menschen, die als Gäste bei HELP - FCJG Wien eine Therapie durchlaufen haben? Stefan aus Vorarlberg (im Foto links mit Paul Maurer, dem Leiter dier Wiener Arbeit), kam im Sommer 2007 nach vielen Jahren Drogenerfahrungen und Alkohol in das Reha-Haus von HELP - FCJG. Mehrmals wollte er alles hinschmeißen, nachdem er sich anfangs regelmäßig mit allen Mitarbeitern und Gästen angelegt hatte. Er packte die Koffer, doch jedes Mal blieb er am Ende. Heute, ein Jahr später, sagt er: „Der Dienst, den sie tun, kann man nicht bezahlen.“ Seine Lieblingsbibelstelle im Blick auf sein Leben ist Psalm 40: „Er hat mich aus der Grube gezogen.“

"Was ER euch sagt, das tut!"

Walter Heidenreich, Leiter der internationalen Arbeit von HELP - FCJG, wies in seiner Predigt im überfüllten Versammlungssaal des Wiener Zentrums auf die Bedeutung der Worte von Maria, der Mutter Jesu, hin, die während der Hochzeit zu Kana das entscheidende Wort an die Umstehenden richtete: "Was ER euch sagt, das tut!" Nicht immer scheint es logisch, wozu Gott uns verwenden will und was er zu tun gedenkt. Nicht immer entspricht es den religiösen Vorstellungen und nicht immer können Menschen es nachvollziehen. Walter nannte als Beispiel den großen Widerstand, als er Gottes Ruf spürte eine Arbeit in Amerika zu beginnen. Missionare in die USA senden!?! Einigen der Mitarbeiter wurde prompt die Unterstützung gestrichen. Als vor 5 Jahren ein Dienst unter Drop-outs in der Universitätsstadt in Austin, Texas begann, schien die erste Predigt noch vollkommen wirkungslos. Heute jedoch ist eine Arbeit daraus entstanden, die einen Vorbildcharakter für soziale Dienste in ganz Amerika hat. Beständigkeit im Dienst war der Schlüssel, so Walter Heidenreich. "Sie sind treu und hingegeben, trotz des Adrenalinrauschs vieler Amerikaner: What’s next?"

Die gleiche Beständigkeit - nun schon seit 20 Jahren - kann man auch HELP - FCJG Wien bescheinigen. Als Gemeinschaft "Umkehr zum Herrn" wollen wir daher nicht nur zum Jubiläum gratulieren, sondern auch danken für den großartigen Dienst, der an Bedürfigen in unserer Stadt im Namen Jesu geleistet wird.

HELP - FCJG Wien kann man im Internet besuchen unter: www.help-fcjg.at

 

"Euro 08" wurde zum "Meilenstein der Ökumene"

Mit dem gemeinsamen christlichen Rahmenprogramm aus Anlass der "Euro 08" sei es auch gelungen, Gräben zwischen Kirchen zu überwinden und einander die Hand zu reichen, so Kardinal Schönborn. Es sei eine großartige Erfahrung, wie Christen sowohl aus den großen Kirchen wie auch aus den Freikirchen gemeinsam in allen Spielorten für den Glauben Zeugnis abgelegt hätten.

Die Fußball-Europameisterschaft habe viele Völker und viele christliche Kirchen zusammengebracht. Dieses positive Resümee zog Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit "Kathpress".Auch Bischof Sturm, Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zieht positive "Euro 08"-Bilanz. Er lobt die Zusammenarbeit der Kirchen, einschließlich der Freikirchen. Lesen Sie mehr:

 
Der Stephansdom wurde zum "Haus aller Christen"

Foto: Kardinal Schönborn und Bischof Sturm
beim "Fest der Hoffnung"


      


Für viele Besucher wurden beim "Fest der Hoffnung" Erinnerungen an den denkwürdigen "18. Jänner" wach, als sich bereits im Jahr 1997 mehrere tausend Christen im Stephansdom zu einem ökumenischen Gottesdienst versammelten.

Ein Rückblick, gestaltet von Jo Hoffmann mit Bildern aus dem UzH-Archiv: "Der 18. Jänner"  

 

 




Evangelisation von "Christen am Ball"

"Den Sieg des Miteinanders nimmt uns niemand mehr!"

"Ich hätte es schon fast nicht mehr geglaubt", meinte der Vorsitzende Johannes Fichtenbauer im APA-Gespräch. Das Projekt sei wegen der Zusammenarbeit von Freien und traditionellen Kirchen "seit der Gegenreformation ein Novum".

"Für uns ist das Spiel schon gelaufen: Der Sieg des Miteinanders nimmt uns niemand mehr, und darauf wollen wir aufbauen", so Fichtenbauer (Foto rechts). Es sei wichtig, dass Christen bei der EM Flagge zeigen und auch in Einheit auftreten: "Fair Play am eigenen Spielfeld". Auch Walter Bösch, Pastor der Freien Christengemeinde in Wien, meinte: "Es ist ein starkes Erlebnis bei 'Christen am Ball', dass die historisch gewachsenen Mauern überwunden werden konnten."
 

Einen Rückblick als Fotobericht von den Einsätzen "Christen am Ball" im Juni 2008 finden Sie unter dem Link:

"Christen am Ball" während der Euro 08

 

KIRCHE 08 - am Ball seit 2008 Jahren

Beteiligte Gruppen, Gemeinden, Kirchen und Werke:
Beteiligt an der Initiative
Christen am Ball zur Europameisterschaft“ in alphabetischer Reihenfolge: Athletes in Action, Baptistengemeinde Beheimgasse, City Church Wien - Vision für Österreich, Evangelikale Gemeinde Kagran, Evangelische Kirche A.B., Diözese Wien, Evangeliumsgemeinde Wien, Four Corners Christian Fellowship, Freie Christengemeinde Wien, Jugend mit einer Mission, Kerygma Teams, Kickoff 2008, Kings Kids, Römisch-katholische Kirche, Erzdiözese Wien, Wiener Evangelische Allianz, VCC JesusZentrum.

www.kirche08.eu

www.kirche08.at

 

 


       


Das Gasometer wird zur Kirche


Die KEY2LIFE-Bühne im Wiener Gasometer wurde am 12. November Schauplatz von viel erstklassiger christlicher Rockmusik und gleichzeitig zu einem Ort von Gebet. Nach einem Impuls zum Thema Vergebung von P. Johannes Lechner vereinigte sich der ganze Saal in einem Vaterunser für den Frieden in unseren Herzen und in unseren Ländern. Besonders viele Teilnehmer waren aus Ungarn angreist.






"The only freedom we have
is in the Man nailed to a tree"


Der unbestrittene musikalische Höhepunkt war erwartungsgemäß die britische Band Delirious? mit mitreißenden, teilweise neuen Songs, unterstützt von einer erstklassigen Bühnentechnik. Videoclips und Texte zum Mitlesen brachten die Botschaft den Zuschauern noch näher. 



Bildreportage: Musik - Backstage - Anbetung
(Fotos: C. u. J. Hoffmann)

 

Weitere Fotos vom Konzert

 

 

     

 

 



Aktuelle Nachrichten
aus der christlichen Welt
finden Sie auf den
folgenden Websites:

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www.crossnet.eu

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Nachrichtenportal idea.de www.idea.de
 

 


Kosmologie und Gottesfrage

“Stephen Hawking, der Big Bang und Gott”

Als „letzte Verzweiflungstat“ zur Vermeidung der Frage nach einem Schöpfer bezeichnete Henry F. Schaefer, Professor an der University of California in Berkley, in einem Vortrag im Juni 2008 in Wien die in den letzten Jahren immer häufiger vertretene Hypothese von „Multiversen“. Für eine solche übergeordnete Welt, bestehend aus einer unendlichen Zahl von unabhängigen Universen, würde sich die Frage nach einem Anfang nicht mehr stellen. Die unübersehbare Ordnung unseres Universums kann man mit dieser Hypothese mit einem reinen Zufall begründen. Das einzige Problem dabei: es finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass diese Hypothese zutreffen könnte. Nahezu vollständig gesichert ist dagegen die Erkenntnis, dass unser eigenes Universum vor 13,7 Milliarden Jahren aus dem Nichts entstand. Wie konnte aus dem „Big Bang“ in Bruchteilen eines Augenblicks ein Universum hervorgehen, das alle Eigenschaften enthält, die für den Bestand von Ordnung und Leben die Voraussetzung bilden?

Lesen Sie weiter: Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Henry F. Schaefer

 

 


Familiennetzwerk:
Familie beginnt bei Mutter und Kind

Wiener Zeitung, 22. August 2008

Freiheit und Handlungskompetenz für die Familie, Erfüllung der Bedürfnisse der Kinder und Gerechtigkeit für die Eltern – dafür will sich das heuer gegründete Österreichische Familiennetzwerk in Zukunft einsetzen.

Das überparteiliche, überkonfessionelle Netzwerk umspannt zum Großteil katholische, aber auch andere kirchliche, gesellschaftliche und politische Institutionen, die Familienarbeit leisten: Die Caritas der Erzdiözese Eisenstadt, das Familienreferat des Landes Niederösterreich oder der Freiheitliche Familienverband sowie der Herausgeber einer neuevangelischen Quartalsschrift zählen zu den Unterstützern. Auch als Einzelperson kann man Partner des Familiennetzwerks werden.

"Ausgangspunkt war die wachsende Unzufriedenheit in der Gesellschaft mit dem Thema Familie", meint Koordinator Günter Danhel, Leiter des Instituts für Ehe und Familie (IEF), im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Bereits im September des Vorjahres fand eine erste Zusammenkunft von rund 60 Personen statt, eine zwölfköpfige Planungsgruppe setzte die Grundsatzerklärung auf.

Mitglieder ehrenamtlich
Die allesamt ehrenamtlichen Mitglieder des Familiennetzwerkes, das mit Spenden finanziert wird, verfolgen laut Grundsatzerklärung ein christlich humanes Menschenbild und verpflichten sich mit ihrer Unterschrift zum Schutz der Familie. Sie sehen die Grundlage der Familie in der Ehe zwischen Mann und Frau, die auf Kinder ausgerichtet sein soll. Sie sei "Schule der Humanität und Fundament unserer Gesellschaft und Kultur".

"Die Grundsatzerklärung zeigt das Idealbild", erklärt Danhel, "die Umsetzung funktioniert nicht immer so." Familie beginne da, wo Menschen durch Liebe zusammenstehen – also bereits bei Mutter und Kind.

Zum ersten öffentlichen Auftritt in diesem Jahr war Herbert Kofler, Universitätsprofessor an der Universität Klagenfurt und ehemals Vorsitzender der Steuerreform-Kommission, eingeladen. Er plädierte für eine steuerliche Gerechtigkeit für Familien. Im Zuge der Steuerreform sollte ein steuerfreies Existenzminimum, also ein Steuerfreibetrag in der Höhe des Existenzminimums pro Familienmitglied (derzeit bei 838,82 Euro pro Kopf und Monat) durchgesetzt werden. Bei einem Volumen der Steuerreform von 2,7 Millionen Euro könnten 500 bis 700 Millionen Euro in die Kinder und Familien investiert werden.

Detailziele herausfiltern
Der Antrag wurde dem Kabinett des Finanzministers zugeteilt – und liegt dort erst einmal. Zwei Mal jährlich findet nun ein Basistreffen des Österreichischen Familiennetzwerkes statt, wobei aus dem Grundsatz einzelne Detailziele für die nahe Zukunft herausgefiltert werden sollen. Um Arbeit mit Formalitäten zu reduzieren, "wird auf typisch österreichische Art nach dem "Prinzip des Palavers diskutiert", erklärt Danhel. Was bedeutet, dass über ein Thema nicht abgestimmt, sondern so lange diskutiert wird, bis ein Konsens gefunden wird.

"Kindererziehungszeiten sollen auch für die Pension angerechnet werden", sagt Danhel und spricht damit eines der Detailziele an. Außerdem wird, vergleichbar mit der Umweltverträglichkeitsprüfung, eine Familienverträglichkeitsprüfung gefordert: Jegliche Projekte sollen vor der Durchführung getestet werden, ob sie familienfreundlich sind. Schließlich wünscht Danhel die Überprüfung neu beschlossener Gesetze dahingehend, ob und wie weit sie sich auf beide Geschlechter auswirken.

Vor der Gründung des Österreichischen Familiennetzwerkes hatte Danhel einer Kundgebung des deutschen Modells in Berlin beigewohnt – dort existiert bereits seit 2005 diese Lobby mit dem Leitsatz: "Familie sind wir". Sie stößt jedoch auf Kritiker, die dem Interessensverband Konservatismus vorwerfen.

Das Österreichische Modell stehe zwar mit den Familiennetzwerken anderer Länder in konstruktiver Zusammenarbeit, dennoch weist Danhel auf zwei wesentliche Unterschiede hin: Die Institutionen des deutschen Familiennetzwerkes seien organisatorisch zu weit voneinander entfernt. Außerdem habe Deutschland punktuell mit Aktivitäten des Netzwerkes begonnen, Österreich möchte zuerst die Grundsätze klar ausformulieren – bevor die Detailthemen und Wünsche in die Tat umgesetzt werden sollen.
 

 

 
 

 

"Umkehr zum Herrn"
ist eine ökumenische
, charismatische Bundesgemeinschaft aus Wien, deren besonderes Anliegen ein Leben in der persönlichen Nachfolge Jesu ist, das sich in geschwisterlichen Beziehungen untereinander und im Bestreben nach Erneuerung und Einheit in den christlichen Kirchen ausdrückt sowie in dem Wunsch, die Gute Nachricht des Evangeliums allen Menschen in zeitgemäßer Form zu vermitteln. 

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     Lezte Aktualisierung dieser Seite: 03.01.2010.