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Fotos: (c) UzH (www.uzh.at)
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Nein, dieser Gottesdienst soll nicht nur im Rahmen der katholischen Kirche bleiben, wünscht sich Kardinal Schönborn. Zu weit ist die Ökumene in Wien schon vorangeschritten, zu weit entwickelt die Vernetzung durch den "Kreis zur Einheit" und einen beginnenden "Runden Tisch", als dass es nicht auf der Hand läge, auch die Christen der anderen Konfessionen zu einem ökumenisch gestalteten Gottesdienst einzuladen. Und genau das tut Schönborn. So wird ein breites Organisationskomitee zusammengerufen, das Programm für den Abend in ökumenischer Zusammenarbeit auszuarbeiten.
Tausende von Menschen hat dieser Abend zusammengebracht. Für viele von ihnen wurde es in dieser Form zur ersten Begegnung mit Christen anderer Konfessionen und Denominationen. Im Nachhinein erinnert sich kaum jemand an den äußeren Anlass oder an die Bezeichnung dieses Begegnungstreffen. In die Geschichte der christlichen Einheit in Wien ging es schlichtweg als der "18. Jänner" ein. Der erlebte Segen Gottes an diesem Tag und das gewonnene gegenseitige Vertrauen der Verantwortlichen ließ es schon an dem selben Tag klar werden: Dies darf nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein, in der Christen in Einheit ihr gemeinsames Zentrum des Glaubens feiern. Es braucht in regelmäßigen Abständen solche Veranstaltungen, in der Christen aller Bekenntnisse gemeinsam Jesus feiern und der Welt ein Zeugnis ihres Glaubens weitergeben können.
Gemeinsam erarbeitet der "Runde Tisch Österreich" Richtlinien für die zukünftige Zusammenarbeit und organisiert im Rahmen des Vereins "Weg der Versöhnung" Begegnungskonferenzen und Fürbittetreffen. Die nächste Großveranstaltung in Wien findet im Juni 2001 statt. Zum "Fest für Jesus" versammeln sich 8000 Menschen auf dem Stephansplatz. Es wird deutlich, dass der Ball ins Rollen gekommen ist. Fast schon wird es als Selbstverständlichkeit empfunden, in großer Freiheit und Einheit gemeinsam in der Öffentlichkeit Jesus als den Herrn zu feiern. Erneut Schauplatz einer ökumenischen Großveranstaltung wird der Stephansdom schließlich am 28.06.2008. Einen Tag vor dem Finalspiel der Europameisterschaft laden "Christen am Ball" zum "Fest der Hoffnung" in den Dom ein. Die Türen des Gotteshauses stehen an diesem Tag weit offen, die Veranstaltung wird per Lautsprecher auch auf dem Stephansplatz übertragen. Auch dieser Abschluss eines stadtweiten, ökumenischen Evangelisationseinsatzes ist eine Frucht, die aus dem legendären Beginn am 18. Jänner 1997 hervorgegangen ist. Link: Bericht über das "Fest der Hoffnung" Text: Jo Hoffmann, "Umkehr zum Herrn", Wien |
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